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Leder ist ein Naturprodukt mit allen damit verbundenen Besonderheiten. Seine Beständigkeit, Strapazierfähigkeit, Atmungsaktivität und angenehme, weil natürliche Ausstrahlung stellen Vorzüge dar, die man seit jeher zu schätzen weiß. Gleichzeitig weist Leder aber auch natürliche Merkmale auf, die hohe Anforderungen an die Verarbeitung stellen.
Individuelle, in die Haut des Rindes eingeprägte Lebensspuren machen es schwer, eine kunststoffartige Fehlerlosigkeit zu erzielen. Angesichts dieser natürlichsten Seite des Leders besitzt Lange-Leder einen entscheidenden Vorteil.
Mit Rohware unserer Gerbereien aus der Alpenregion steht uns ein Ausgangsmaterial erster Güte zur Verfügung. Die Rohhäute dieser Region zeichnen sich durch sichtbar weniger Risse und Narben aus.
Brandzeichen kommen überhaupt nicht vor. Darüber hinaus eignet sich die kompakte und gleichmäßige Hautstruktur von Lange-Leder ideal für die Weiterverarbeitung zu hochwertigem Bekleidungs, Automobil- und Möbel-Leder.
Leder hat auch einen technischen Vorteil vor Alternativmaterialien. Ein Gramm Leder hat bis zu 300 qm innere Oberfläche, kein Ersatzstoff erreicht das annähernd. Dadurch kann Leder bis zu 30 % Wasser aufnehmen, ohne "nass" zu sein. Leder kann Feuchtigkeit innen aufnehmen und nach aussen abgeben. Diese Eigenschaften können von Textilien nicht erfüllt werden. Insbesondere bei Schuhen, Bekleidung oder Handschuhen ist Leder klar im Vorteil.
Teilweise werden heute auch verschiedene Gerbarten miteinander kombiniert, 2003 waren z.B. 20 % der KFZ-Leder chromfrei, heute ist der Anteil wesentlich höher.
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